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Steck, Johann Rudolf

getauft 16.5.1772 Bern, gestorben 21.9.1805 Bern, ref., von Bern. Sohn des Johann Rudolf, Kommandanten der Festung Aarburg. ∞ Marie Aimée Guichelin, Dichterin, aus Paris. Absolvent des Polit. Instituts in Bern. Volontär bei der Berner Staatskanzlei. S. war das Haupt einer Gruppe junger, reformgesinnter Patrizier, der auch Albert Friedrich May angehörte. 1795 zählte S. in Jena zu den Schülern Johann Gottlieb Fichtes. 1797 hielt er sich in Paris auf. Von April bis Juni 1798 beteiligte sich S. als Generalsekr. des helvet. Direktoriums massgeblich am Aufbau der helvet. Verwaltung, wurde jedoch auf franz. Druck hin entlassen und zog sich auf sein Landgut nach Moosseedorf zurück. Ab 1803 sass er im Berner Gr. Rat und im Appellationsgericht. S. gilt als Schöpfer des bern. Kriminalgesetzbuchs.


Archive
– BBB, Nachlass
Literatur
Biogr. Lex. zur Gesch. der demokrat. und liberalen Bewegung in Mitteleuropa 1, hg. von H. Reinalter et al., 1992, 220

Autorin/Autor: Christoph Zürcher