• <b>Alfonso Riva</b><br>Titelseite der "L'idea nazionale", Wochenzeitung und Organ der von Riva gegründeten Lega nazionale ticinese, Nr. 2 vom 12. Januar 1934 (Schweizerische Nationalbibliothek). Die Wochenzeitung erschien von 1933 bis 1938 mit einer durchschnittlichen Auflage von 1'500 Exemplaren. Sie trug denselben Titel wie das 1910 gegründete Parteiorgan des Partito nazionalista italiano, der sich 1923 mit dem Partito nazionale fascista zusammenschloss. Einzelne Artikel der Publikation waren auf Deutsch verfasst, weil die Lega nazionale ticinese vorübergehend eine kantonale Sektion des Deutschschweizer Bunds für Volk und Heimat gewesen war.

No 1

Riva, Alfonso

geboren 2.12.1896 Lugano, gestorben 27.1.1959 Lugano, kath., von Lugano. Sohn des Adolfo, Anwalts und Oberrichters, und der Vittorina geb. Andina. Ledig. Rechtsstud. in Lausanne, Anwalt in Lugano. 1928-34 Stadtrat von Lugano, 1927-31 und 1935-36 Tessiner Grossrat. Ab 1930 leitete R. die Guardia Luigi Rossi, die Jugendorganisation der konservativen Partei, war Redaktor des "Guardista" und beeinflusste dessen autoritären und faschismusfreundl. Kurs. Als ihn die von Giuseppe Lepori geführte gegner. Richtung ins Abseits drängte, verliess er 1933 die Guardia und die konservative Partei und gründete die Lega nazionale ticinese, die der Frontenbewegung nördlich der Alpen und der Federazione fascista ticinese nahestand. Die Wochenzeitung der Lega, die "L'idea nazionale", war antiliberal und antisozialistisch, nach dem Erlass der Rassengesetze in Italien 1938 auch antisemitisch. Als R. 1938 die Lega verliess und sich aus der Politik zurückzog, löste sich diese innert kurzer Zeit auf.

<b>Alfonso Riva</b><br>Titelseite der "L'idea nazionale", Wochenzeitung und Organ der von Riva gegründeten Lega nazionale ticinese, Nr. 2 vom 12. Januar 1934 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die Wochenzeitung erschien von 1933 bis 1938 mit einer durchschnittlichen Auflage von 1'500 Exemplaren. Sie trug denselben Titel wie das 1910 gegründete Parteiorgan des Partito nazionalista italiano, der sich 1923 mit dem Partito nazionale fascista zusammenschloss. Einzelne Artikel der Publikation waren auf Deutsch verfasst, weil die Lega nazionale ticinese vorübergehend eine kantonale Sektion des Deutschschweizer Bunds für Volk und Heimat gewesen war.<BR/>
Titelseite der "L'idea nazionale", Wochenzeitung und Organ der von Riva gegründeten Lega nazionale ticinese, Nr. 2 vom 12. Januar 1934 (Schweizerische Nationalbibliothek).
(...)


Werke
(zusammen mit W. Riva) Storia della famiglia R. 1-2, 1971 (mit Biogr.; später von anderen fertiggestellt)
Literatur
– M. Cerutti, Fra Roma e Berna, 1986
– D. Dosi, Il cattolicesimo ticinese e i fascismi, 1999

Autorin/Autor: Pablo Crivelli / CHM