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Rezzonico, Nino

geboren 5.3.1900 (Giovan-Battista) Turin, gestorben 18.5.1974 Sorengo, kath., von Porza. Sohn des Ulisse und der Caterina geb. Salvadé. ∞ 1971 Elda Gobessi. R. entstammte einer wohlhabenden Fam. und verbrachte sein Leben zwischen Turin und der Schweiz. Er studierte Ingenieurwesen in Zürich. Ab 1930 trat er als Vertreter der Guardia Luigi Rossi hervor und stand innerhalb dieser Bewegung junger Konservativer Alfonso Riva nahe. 1931-33 sass er im Tessiner Gr. Rat. Als die von Riva geleitete autoritäre und faschistenfreundl. Richtung in der Guardia isoliert wurde, verliess er diese 1933 und gründete die Tessiner Faschist. Bewegung, die er mit Alberto Rossi leitete. Trotz des von R. geförderten Anschlusses an die Schweiz. Faschist. Bewegung von Arthur Fonjallaz und der finanziellen Unterstützung durch Benito Mussolini, den R. 1933 in Rom traf, fand die Tessiner Faschist. Bewegung nur wenig Widerhall. Wegen interner Streitigkeiten v.a. mit Rossi wurde er 1934 aus der Parteiführung ausgeschlossen und zog sich zeitweilig nach Turin zurück. Nach dem Niedergang des Tessiner Faschismus verschwand R. aus der Öffentlichkeit.


Literatur
– M. Cerutti, Fra Roma e Berna, 1986
– R. Bianchi, Il Ticino politico contemporaneo, 1921-1975, 1989, v.a. 221-242

Autorin/Autor: Redaktion / PTO