Kirchrued

Ortsteil der polit. Gem. Schlossrued AG. K. liegt im Mittelteil des von der Ruederchen (eigentlich Rueder-Ach bzw. Rueder-Aa) durchflossenen engen Ruedertals. Im 12. Jh. sind die Edlen von Rued erwähnt, ein Dienstmannengeschlecht der Kyburger und später der Habsburger. 1415-1798 stand K. unter Berner Herrschaft (Oberamt Lenzburg), wobei meistens das Berner Geschlecht May die Twingherrschaft ausübte. Seit 1803 gehört K. zum Kt. Aargau. Die 1275 erstmals erw. Kirche mit der Grabplatte für die Gemahlin des Markwart von Ruoda (1360) ist die einzige des Tales. K. ist noch zu Beginn des 21. Jh. landwirtschaftlich geprägt, im 19. Jh. wurde zusätzlich die Weberei als Heimarbeit ausgeübt. Nach Schöftland besteht eine Postautoverbindung.


Literatur
Lenzburg - Kulm: Heimatgesch. und Wirtschaft, 1947

Autorin/Autor: Hans Walti