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Oron, Peter von

Erstmals erw. 1236 im Freiheitsbrief für Vevey, gestorben 12./18.2.1287 Sitten. Sohn des Rudolf ( -> 3). O. war 1271 Dekan von Vevey und 1272 Domherr von Lausanne. Nach der Doppelwahl von 1273, als er von einem Teil des Domkapitels von Sitten zum Bischof gewählt worden war, und nach dem Tod seines Gegenspielers Heinrich von Raron 1274 setzte er sich 1275 als Bf. von Sitten durch. O.s Haltung zum Reich wurde durch die Politik Savoyens bestimmt. Aufgrund der Kämpfe zwischen Gf. Philipp I. von Savoyen und Kg. Rudolf I. von Habsburg um die Vormacht in Burgund liess er die bischöfl. Burgen Martigny und Montorge befestigen. Unter seinem Episkopat drängten vermehrt Waadtländer ins Domstift von Sitten und stärkten die savoy. Fraktion. 1275 erliess er neue Statuten für das Kapitel und bestätigte 1285 die Einverleibung der Kanzlei ins Domkapitel. O. verfasste 1287 sein Testament. Er starb hoch verschuldet.


Literatur
HS I/5, 172-174
– Gatz, Bischöfe 1198, 734

Autorin/Autor: Gregor Zenhäusern