Alt-Aspermont

Auf einem Felssporn südl. des bischöfl. Hofguts Molinära in der polit. Gem. Trimmis GR gelegene Burg, auch Ruch-Aspermont genannt. A. ist im 12. Jh. belegt und verm. eine Gründung der von Aspermont, Ministerialen des Bf. von Chur, der im 13. Jh. Inhaber der Burg war. Erhalten sind geringe Mauerreste, während die im 13. und 14. Jh. erw. Letzi westl. des Burgfelsens verschwunden ist. Die vier Dörfer Zizers, Igis, Trimmis und Untervaz bildeten die bischöfl. Herrschaft Aspermont mit A. als Sitz von Vogtei und Gefängnis. Vögte zu A. sind 1428(?)-1524 nachgewiesen. Die Ilanzer Artikel von 1524 und 1526 brachten die Auflösung der bischöfl. Herrschaft Aspermont zugunsten des Gerichts der Vier Dörfer (Fünf Dörfer). Die Burg geriet danach in Verfall.


Literatur
– O.P. Clavadetscher, W. Meyer, Das Burgenbuch von Graubünden, 1984, 307-309

Autorin/Autor: Adolf Collenberg