Randegg

Ortsteil der Gem. Gottmadingen (Baden-Württemberg). R. grenzt im Osten und Westen an den Kt. Schaffhausen. 1214 Randec. 1871 965 Einw.; 1950 951; 2004 1'383. Ortsherr des reichsritterschaftl. Dorfs war 1583-1609 Hans von Schellenberg, genannt der Gelehrte, der in regem Briefwechsel mit dem Schaffhauser Pfarrer und Chronisten Johann Jakob Rüeger stand. Nach dem Dreissigjährigen Krieg durften sich Juden in R. ansiedeln, die unter der Woche als Hausierer und Viehhändler u.a. in der Nordostschweiz tätig waren. Die jüd. Gemeinde im Ort zählte Mitte des 19. Jh. 400 Mitglieder und bestand bis zu ihrer Auslöschung durch die Nazis 1940. Mehrfache Schaffhauser Versuche, durch den Erwerb der Dörfer Gailingen und R. einen durchgehenden Landweg zwischen Schaffhausen und Stein am Rhein zu erhalten, verliefen erfolglos.


Literatur
Der Landkreis Konstanz 3, 1979
– S. Moos, Gesch. der Juden im Hegaudorf R., 1986
Gottmadingen, hg. von W. Kramer, 1997
Gailingen, hg. von F. Götz, 2004

Autorin/Autor: Franz Götz