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Zähringen, Gebhard von

Erstmals erw. 1084 als Bf. von Konstanz, gestorben 12.11.1110. Sohn von Berchtold I., Hzg. von Zähringen. Bruder von Berchtold II. ( -> 1). Z. war zunächst Propst in Xanten (Niederrhein) sowie Mönch in Hirsau und wurde am 21.12.1084 auf einer Konstanzer Synode unter Vorsitz des Legaten Odo von Ostia, des späteren Papstes Urban II., zum Bischof gewählt. 1089 ernannte Urban II. ihn zu seinem Legaten in Deutschland. Damit wurde Z. zum Führer der schwäb. Opposition gegen Heinrich IV. 1093 brachte er in Ulm einen schwäb. Landfrieden zustande und hielt 1094 in Konstanz eine Reformsynode ab. Wahrscheinlich 1103 vom Gegenbf. Arnold von Heiligenberg aus Konstanz vertrieben, kehrte Z. 1105 unter dem Schutz Kg. Heinrichs V. an den Bischofssitz zurück. 1107 wurde er von seinem Legatenamt suspendiert.


Literatur
HS I/2, 264-267
Germania Sacra NF 42,1, 2003, 221-261

Autorin/Autor: Helmut Maurer