Sidonius

746 erstmals erw., gestorben 4.7.760 wahrscheinlich auf der Insel Reichenau, begraben in der Klosterkirche Reichenau. S. war wohl Mönch der Reichenau, bevor er 746 als Bf. von Konstanz eingesetzt wurde. Er war gleichzeitig Abt der Reichenau und Bischof. Nachdem es ihm gemeinsam mit den Gf. Ruthard und Warin als königl. Beauftragten gelungen war, den St. Galler Abt Otmar 759 abzusetzen und zu verurteilen, unterstellte S. das Kloster St. Gallen seiner Bischofskirche. 757 nahm er an der fränk. Reichssynode in Compiègne (Picardie) teil.


Literatur
HS I/2, 244 f.
Germania Sacra NF 42,1, 2003, 44-48

Autorin/Autor: Helmut Maurer