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Reinach [Rinach], Hesso von

Angehöriger der kyburg.-habsburg. Ministerialenfamilie aus dem Aargau. Die spätma. Lyriküberlieferung weist R. zwei epigonale Minnelieder mit sieben Strophen in zwei Tönen zu. Ein gleichnamiger Geistlicher wird 1234 als Kanoniker in Beromünster und Pleban in Hochdorf erwähnt, war ab 1265 Propst des Stifts St. Leodegar in Schönenwerd und starb zwischen 1276 und 1282. Es ist nicht gesichert, dass der Dichter mit dem Geistlichen identisch ist, zumal 1261 ein gleichnamiger Ritter belegt ist, der als Stammvater der jüngeren Linie der Herren von R. gilt und als Autor der Strophen ebenso in Frage kommt.


Literatur
VL 3, 1200 f.
Die Schweizer Minnesänger, nach der Ausg. von K. Bartsch neu bearb. und hg. von M. Schiendorfer, 1990, 86 f.
– M. Schiendorfer, Autoren des 13. Jh. und ihre hist. Lebenswirklichkeit. Habil. Zürich, 1996, 361-372

Autorin/Autor: Michael Bärmann