Richardis

geboren um 840, gestorben zwischen 888 und 906/909, begraben Andlau (Elsass). Tochter des Alaholfingers Erchangar, Gf. von Elsass. ∞ um 862 Kg. Karl III. (887 annulliert). 12.2.881 Krönung des Paars zum Kaiser und zur Kaiserin. 878 überliess Karl III. R. die königl. Eigenklöster Säckingen und Fraumünster in Zürich zur lebenslängl. Nutzniessung, später auch Zurzach und St. Marinus in Pavia. R. verliess 887 den Hof und zog sich in das von ihr auf väterl. Erbgut gegr. Kloster Andlau zurück. Später wurde sie v.a. im Bistum Strassburg als Heilige verehrt. 1049 liess Papst Leo IX. ihre Gebeine heben (Festtag 18. Sept.).


Literatur
HS III/1, 335 f., 1996
LexMA 7, 827
LThK 8, 1175
NDB 21, 517

Autorin/Autor: Judith Steinmann