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Pfefferhard, Johannes

Erstmals 1300 bezeugt, gestorben 23.5.1331 Burg Tüfelsruggen, begraben Binzen (Baden, D). Sohn des Johannes, aus einer Konstanzer Kaufmanns- und Patrizierfamilie. Bruder des Ulrich ( -> 2). 1310-15 (?) Stud. in Bologna, Doctor decretorum. 1300-05 belegt als Kanoniker von Chur und 1318-25 von Konstanz, 1310-20 auch als Kirchherr von Steffisburg. Gegner Ludwigs des Bayern im Thronkampf. 1325-31 Bf. von Chur, bei seiner Ernennung päpstl. Kaplan, Subdiakon, Dompropst von Würzburg. Wegen Fehden mit Donat von Vaz zu Verpfändungen gezwungen, u.a. 1328 von Alt-Aspermont (an Ulrich von Aspermont) sowie der Fürstenburg im Vinschgau. Vor dem 18.9.1330 in Avignon zum Bischof geweiht, auf der Rückreise durch die von Grünenberg festgenommen, in Gefangenschaft gestorben.


Literatur
HS I/1, 483
– Gatz, Bischöfe 1198, 140
– J. Schmutz, Juristen für das Reich 2, 2000, 588 f.

Autorin/Autor: Veronika Feller-Vest