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Laufenberg, Heinrich

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geboren um 1390 Freiburg i.Br. (?), gestorben 31.3.1460 Strassburg, wohl aus einer in Freiburg i.Br. ansässigen Fam., die sich möglicherweise nach der Stadt Laufenburg nannte. Der Liederdichter L. ist 1421 als capellanus und viceplebanus an der Freiburger Pfarrkirche und 1424 als Käufer eines Hauses in Freiburg bezeugt. 1433-34 wirkte ein L. als Dekan des Kollegiatstiftes St. Mauritius in Zofingen, ob es sich dabei um den Dichter oder um eine blosse Namensgleichheit handelt, lässt sich nicht eindeutig entscheiden. 1441 wird L. als Dekan des Landkapitels Freiburg i.Br. fassbar. 1445 gab er seine Ämter und Würden auf und trat in das Strassburger Johanniterkloster Zum Grünen Wörth ein. L. verfasste "Regimen sanitatis" (1429), eine Gesundheitslehre, "Spiegel menschl. Heils" (1437), eine gereimte Übersetzung des sog. "Speculum humanae salvationis", "Buch der Figuren" (1441), eine in Form eines lehrhaften Versepos gehaltene Sammlung und Deutung von alttestamentl. Marienpräfigurationen, sowie geistl. Lieder, Reimpaarreden und Lehrgespräche in Prosa.


Literatur
VL 5, 614-625, (mit Werkverz.)
– Killy, Literaturlex. 7, 169 f.
– M. Schiendorfer, «Johanniterbibliothek Strassburg, Cod. B 121. Die verlorene Liederhs. Heinrich L.s», in Entstehung und Typen ma. Lyrikhs., hg. von A. Schwob, A. Vizkelety, 2001, 223-241

Autorin/Autor: Michael Bärmann