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Toggenburg, Idda von

T. (auch Ida, Judith, Gutta) ist nicht urkundlich belegt. Sie erscheint erstmals 1481 in einer Vita. T. soll im 13. Jh. die Gemahlin eines Gf. von T., vielleicht eines Diethelm oder Heinrich, gewesen sein. Der Legende nach stürzte der Graf seine Gattin wegen Verdachts auf ehel. Untreue aus dem Fenster des Schlosses. T. überlebte aber und lebte daraufhin als Laienschwester oder Inkluse im oder beim Kloster Fischingen, wo sie auch begraben wurde. Sie wurde bereits vor 1410 als Heilige verehrt. Im 19. Jh. entstand die Wallfahrtsstätte St. Iddaburg auf den Ruinen der Alt-T.


Literatur
– B. Meyer, «Die hl. Ita von Fischingen», in ThBeitr. 112, 1974/75, 21-97
– W. Williams-Krapp, «Die dt. Ida-Legende des schweiz. Humanisten Albrecht von Bonstetten», in ZGO NF 91, 1982, 71-80

Autorin/Autor: Erwin Eugster