Gebhard II.

gestorben 27.8.995, begraben Kloster Petershausen (bei Konstanz). Dem alemann. Hochadelsgeschlecht der Udalrichinger entstammend war G. zunächst Schüler der Konstanzer Domschule. Von Bf. Konrad I. zum Nachfolger designiert, wurde er 979 gewählt, von Ks. Otto II. investiert und in Mainz zum Bischof geweiht. Er galt als familiarissimus und compater Ottos II. und als Berater der Ks. Theophanu. 980 empfing G. den Besuch Ottos II., 988 und 994 denjenigen Ottos III. an seinem Bischofssitz. G. gründete 983 das Kloster Petershausen als erstes bischöfl. Eigenkloster. Von einem Romaufenthalt brachte er Reliquien des hl. Gregor nach Petershausen. Die feierl. Elevation seiner Gebeine durch Bf. Ulrich II. 1134 kam einer öffentl. Kanonisation gleich. Der Kult beschränkte sich in der Folge auf die Diözese Konstanz.


Literatur
HS I/2, 257 f.
Germania Sacra NF 42,1, 2003, 148-160

Autorin/Autor: Helmut Maurer