• <b>Cono von Stäffis</b><br>Seite des Chartulars des Domkapitels Lausanne (Burgerbibliothek Bern, Cod. B 219, f. 3r). Verzeichnis der Pfarreien des Bistums mit der Auftragserteilung von Cono von Stäffis vom 15. September 1228. Am oberen Rand steht: "Hec fecit scribi Cono prepositus anno domini mccxxviii octava natalis beate Marie" (Conon, Propst, liess dies hier schreiben, im Jahr des Herrn 1228, in der Octave der Geburt Mariens). Es folgen die Beschreibung der Ausstattung der Kathedrale von Lausanne, ihrer Geistlichen und Altäre, sowie unten in fünf Kolonnen das Verzeichnis der Pfarrkirchen in der Stadt und im Dekanat Lausanne.

No 2

Stäffis, Cono von [Conon d'Estavayer]

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1200 erstmals erw., gestorben 19.8.1243/44. Sohn von Cono I. 1200 war S. Domherr in Lausanne, 1202 Dompropst und ab 1211 Administrator des Bistums. Als Propst erhielt er durch die Bullen von Papst Honorius III. 1217 und 1218 die Bestätigung. 1214-15 studierte S. an einem unbekannten Ort, 1222-23 in Paris. Bei der Doppelwahl von 1239-40, durch die das Bischofsamt Johann von Cossonay und Philipp I. von Savoyen zufiel, spielte S. eine wichtige Rolle. Bekannt ist er v.a. als Verfasser des Lausanner Chartulars (in der Burgerbibliothek Bern aufbewahrt), einer Bestandsaufnahme der Rechte des Domkapitels und der Bischofskirche. Diese Aufzeichnungen wurden auf seine Initiative 1202 begonnen und nach dem Brand von 1235, der die Kathedrale und die Stadt zerstörte, fortgeführt. Das Chartular enthält einen Zinsrodel, ein Güter- und ein chronolog. Verzeichnis, zwei Chroniken, ein Verzeichnis der Pfarreien und einen Nekrolog. Für die Verwaltungsgeschichte der Westschweiz hat dieses frühe Urbar eine besondere Bedeutung, denn es ist das älteste erhaltene Chartular im Einflussgebiet Savoyens und das erste, das so vielfältige Verwaltungsdokumente umfasst. Es dokumentiert auch eine neue Verwaltungsmethode der Region.

<b>Cono von Stäffis</b><br>Seite des Chartulars des Domkapitels Lausanne (Burgerbibliothek Bern, Cod. B 219, f. 3r).<BR/>Verzeichnis der Pfarreien des Bistums mit der Auftragserteilung von Cono von Stäffis vom 15. September 1228. Am oberen Rand steht: "Hec fecit scribi Cono prepositus anno domini mccxxviii octava natalis beate Marie" (Conon, Propst, liess dies hier schreiben, im Jahr des Herrn 1228, in der Octave der Geburt Mariens). Es folgen die Beschreibung der Ausstattung der Kathedrale von Lausanne, ihrer Geistlichen und Altäre, sowie unten in fünf Kolonnen das Verzeichnis der Pfarrkirchen in der Stadt und im Dekanat Lausanne.<BR/><BR/>
Seite des Chartulars des Domkapitels Lausanne (Burgerbibliothek Bern, Cod. B 219, f. 3r).
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Werke
Cartulaire du Chapitre de Notre-Dame de Lausanne, hg. von C. Roth, 1948
Literatur
HS I/4, 375 f.
– F.M. Bischoff, «Kodikolog. Beitr. zum Lausanner Kartular», in Mabillons Spur, hg. von P. Rück, 1992, 167-191
– E. Tremp, «Wunder und Wallfahrt», in Francia 32, 2005, 91-119

Autorin/Autor: Catherine Santschi / EM