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Liedertswil

Polit. Gem. BL, Bez. Waldenburg, an einem Übergang vom Waldenburger- ins Reigoldswilertal gelegen. 1194 Liedirwilre. 1680 63 Einw.; 1834 122; 1850 153; 1900 133; 1950 86; 2000 151. Das Dorf scheint aus einem alemann. Weiler hervorgegangen zu sein. Als Bestandteil der frohburg. Herrschaft Waldenburg kam L. 1366 an den Bf. von Basel und 1400 an die Stadt Basel. 1471 erwarb das Kloster Schöntal "zwei Gulden Gelds jährl. Zinses ab dem Hof zu Lieterswyler". Im mündl. Sprachgebrauch wird L. auch Tschoppenhof genannt - diese Bezeichnung geht angeblich auf den 1530 bezeugten Hofbesitzer Durs Tschopp zurück. 1833 kam L. zum neuen Kt. Basel-Landschaft, verblieb aber, wie in der Zeit der Basler Herren, im Bez. Waldenburg. Kirchlich gehörte L. immer zur Pfarrgem. St. Peter im Waldenburgertal.


Literatur
– P. Suter, Die Gemeindewappen von Baselland, 41984, 103 f.

Autorin/Autor: Dominik Wunderlin