Lampenberg

Polit. Gem. BL, Bez. Waldenburg, in einer Mulde zwischen den Tälern der Vorderen und Hinteren Frenke gelegene Siedlung. 1226 Lampenberc. 1680 178 Einw.; 1834 338; 1850 401; 1900 338; 1950 318; 2000 479. Im Waldgebiet Stälzler wurden 1989 Spuren eines jungsteinzeitl. Silex-Bergwerks entdeckt. Auch Funde aus röm. Zeit zeugen von Besiedlung. Der Ortsname verweist auf eine alemann. Niederlassung. Im 13. und 14. Jh. traten die Frohburger und Eptinger versch. Güter und Rechte in L. an das Kloster Schöntal ab. L. kam 1400 mit dem Waldenburgeramt an die Stadt Basel. Im 19. Jh. wurde die Gem. dem Bez. Waldenburg zugeteilt. L. gehörte bis zur Reformation 1529 zur Pfarrei St. Peter in Oberdorf. Seit 1535 bildet es mit Bennwil und Hölstein eine Kirchgemeinde. Die schon im 13. Jh. bezeugte Verena-Kapelle wurde 1532 in ein Wohnhaus umgewandelt. Im 18. und 19. Jh. war in L. die Posamenterei stark verbreitet (1754 18 Bandstühle, 1786 50, 1856 99, 1908 65). Über dem Dorf liegt das Kurhaus Abendsmatt.


Literatur
– P. Suter, Die Gemeindewappen von Baselland, 41984, 94
– P. Suter, «Die St. Verenakapelle in L.», in Baselbieter Heimatbl. 54, 1989, 428-434
– J. Sedlmeier, «Ein "steinreiches" Gebiet - der Stälzler bei L.», in Tatort Vergangenheit, hg. von J. Ewald, J. Tauber, 1998, 152-163

Autorin/Autor: Dominik Wunderlin