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Arbon, Hermann von

gestorben 12.6.1361. Sohn des Heinrich von A. und der Wilburga. Seine Schwester Anna war Äbtissin des Stifts Schänis. Zunächst Mönch in Einsiedeln. 1330-61 Abt des Benediktinerklosters Pfäfers, einer der bedeutendsten spätma. Vorsteher dieser Abtei: Unter seiner tüchtigen Verwaltung erlebte das Kloster eine wirtschaftl. Blüte. A. erwarb für Pfäfers neuen Besitz und war auch gesetzgeber. tätig. In seiner Regierungszeit sind 1346 erstmals die Walser in Calfeisen und Sardona erw. 1349 starben im äbt. Gebiet rund 2'000 Personen an der Pest. 1351 verpfändete Gf. Rudolf von Werdenberg-Sargans die Klostervogtei um 350 Gulden an die Abtei. 1358 verbrüderte sich Pfäfers mit der Benediktinerabtei Erlach. Auch die Klosterschule führte A. zur Blüte: Zwanzig liturg. Bücher wurden neu geschrieben, illuminiert und eingebunden. Im Zuge des von ihm gepflegten Bücheraustauschs mit Einsiedeln gelangte der "Regionator", eine Beschreibung der Stadt Rom mit Inskriptionen aus dem 8. Jh., von Pfäfers nach Einsiedeln.


Literatur
HS III/1, 1010 f.

Autorin/Autor: Werner Vogler