Adelgott

1151 erstmals bezeugt,gestorben 3.10.1160. Zisterziensermönch aus Clairvaux, Schüler Bernhards. Bf. von Chur 1151-60. Mehrfach im Gefolge Kg. Konrads III. und Ks. Friedrichs I. Reorganisator des Bistums und Erneuerer des religiösen Lebens. A. reformierte die Klöster Müstair, Cazis und Schänis und ordnete ihre wirtschaftl. Verhältnisse. Er übertrug St. Luzi 1154 das Martinsspital von Chur, den Besitz des aufgehobenen Frauenklosters Mistail und die Aufsicht über Cazis. 1160 weihte er die Krypta des von Scuol in den Vinschgau verlegten Stifts Marienberg. Der Besitz des Hochstifts im Vinschgau, Unterengadin, Oberhalbstein und Bergell wurde 1160 durch eine Schenkung Ulrichs III. von Tarasp in bedeutendem Umfang vermehrt. Seit dem 17. Jh. im Bistum Chur als Hl. verehrt.


Literatur
HS I/1, 476
– U. Affentranger, Die Bf. von Chur in der Zeit von 1122 bis 1250, 1975, 40-64
– O.P. Clavadetscher, «Die Urk. Bf. A.s von Chur vom Jahre 1154 für das Prämonstratenserkloster St. Luzi in Chur», in Gesch. und Kultur Churrätiens, hg. von U. Brunold, L. Deplazes, 1986, 311-329

Autorin/Autor: Veronika Feller-Vest