Bary, de

Patriz. Refugiantenfam. aus Tournai (span. Niederlande, heute Belgien), vom 16. Jh. an in Frankfurt am Main ansässig, von wo aus sich mit Johannes (1606-84) ein Zweig in Basel (Bürgerrecht 1633) niederliess, ein weiterer Zweig in Genf. Die mit dem Ortswechsel verbundene Verlagerung der Tätigkeit vom Tuchhandel zur Seidenbandfabrikation (Firmengründungen ab Mitte des 17. Jh.) begründete eine bis ins 20. Jh. bestehende Familientradition, die durch die Auswanderung eines Zweigs der Basler Fam. im frühen 19. Jh. auch auf das Elsass (Guebwiller) ausgedehnt wurde. Die Fam. zählte bereits im 17. Jh. zu den reichsten der Stadt und fand Eingang in Basler Ratsfam., mit denen sie sich durch Heiraten verband. Ihre Mitglieder nahmen ab 1693 Einsitz im Gr. Rat. Den Höhepunkt seines polit. Einflusses erreichte das Geschlecht im 18. Jh. mit Johannes ( -> 1).


Archive
– StABS
Literatur
– H. von Nathusius-Neinstedt, F.C. Ebrard, Gesch. des uradligen Hauses B. 1223-1903, 1904
– I. Amstutz, S. Strebel, Seidenbande. Die Fam. De B. und die Basler Seidenbandproduktion von 1600 bis 2000, 2002

Autorin/Autor: Anna Carolina Hirzel-Strasky