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Vogt, Walter

geboren 31.7.1927 Zürich, gestorben 21.9.1988 Muri bei Bern, von Zürich. Sohn des Hans Werner, Versicherungsangestellten, und der Maria geb. Wirth. ∞ 1954 Elisabeth Schwarz. Stud. der Medizin, 1955 Dr. med. der Univ. Bern. Zunächst Radiologe in Bern, ab 1960 Ausbildung zum Psychiater, dann psychiatr. Facharztpraxis in Muri. 1960 Beginn der schriftsteller. Tätigkeit. Gründungsmitglied der Gruppe Olten (1976-80 Präs.). V. schrieb autobiogr. Texte über Drogenabhängigkeit ("Vergessen und Erinnern" 1980) und Bisexualität, Kriminalromane ("Schizogorsk" 1977), Reiseberichte und fantast. Erzählungen, aber auch Lyrik, Dramen sowie Fernseh- und Hörspiele. In seinen oft im Ärztemilieu angesiedelten Texten, u.a. "Wüthrich" (1966), übte er durch Tabubruch und Provokation Kritik an den Macht- und Abhängigkeitsstrukturen der Gesellschaft. Zahlreiche Auszeichnungen, so 1986 der Gr. Literaturpreis des Kt. Bern.


Werke
Werkausg., 10 Bde., 1991-97
Archive
– SLA, Nachlass
Literatur
– Kosch, Dt. Literatur-Lex. 26, 159-163

Autorin/Autor: Franziska Meister