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Vögtlin, Adolf

geboren 25.2.1861 Brugg, gestorben 7.4.1947 Bern, ref., von Brugg. Sohn des Johann Jakob, Bäckers. ∞ Emilia Moser, Tochter des Robert, Architekten. Lehre als Seidenfärber, Gymnasium in Aarau, 1879 mit Walter Laué und Johann Oskar Schibler Mitglied im von Frank Wedekind gegr. Schülerzirkel Senatus Poeticus oder Dichterbund. Stud. der Romanistik, Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte an den Univ. Genf, Basel und Strassburg, 1886 Dr. phil., danach längerer Aufenthalt in London. Lehrer in Baden, Basel, am Lehrerseminar in Küsnacht (ZH) und bis 1925 am Gymnasium in Zürich. 1904-36 zudem Redaktor der Familienzeitschrift "Am häusl. Herd". V. übersetzte aus dem Englischen, Französischen sowie Italienischen und machte sich als Autor hist. Romane einen Namen. Zudem verfasste er etwa die Novelle "Meister Hansjakob, der Chorstuhlschnitzer von Wettingen" (1891), Gedichte sowie Bühnenstücke. V.s Dichtung ist geprägt von Gottfried Keller, den er persönlich kannte und dessen Anekdoten er 1914 herausgab.


Literatur
– Kosch, Deutsches Literatur-Lex. 25, 680 f.

Autorin/Autor: Ingrid Bigler-Marschall