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Stamm, Karl

geboren 29.3.1890 Wädenswil, gestorben 21.3.1919 Zürich, ref., von Schleitheim. Sohn des Jakob, Spinnmeisters und Besitzers einer Glaswaren- und Geschirrhandlung, und der Anna geb. Schoch. Ledig. Als Schüler verfasste S. 1904 seine ersten Gedichte, die er mit eigenen Zeichnungen illustrierte. 1906 trat er ins Lehrerseminar Küsnacht (ZH) ein. Ab 1910 war er Lehrer in Lipperschwendi (Gem. Bauma), ab 1914 in Zürich. Mit dem Maler Eduard Gubler, der S. mehrfach porträtierte, verband ihn eine Freundschaft. 1917 brach S. im Aktivdienst zusammen und wurde nach längerem Spitalaufenthalt entlassen. 1919 starb er an der Span. Grippe. Sein Werk umfasst v.a. Gedichte, etwa den Band "Das Hohelied" (1913) oder die eher expressionist. Sammlung "Der Aufbruch des Herzens" (1919, 2. Auflage 1925), sowie das Kinderbuch "Die Kinder im Schlaraffenland" (1917, 2. Auflage 1918).


Archive
– ZBZ, Nachlass
Literatur
– E. Gubler, «Karl S.», in SchBeitr. 34, 1957, 353-368
– E. Rohner, M. Zbinden, «Karl S.», in Helvet. Steckbriefe, hg. von W. Weber et al., 1981, 208-214
– Kosch, Deutsches Literatur-Lex. 19, 179 f.

Autorin/Autor: Carmen Furger