26/11/2014 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Känerkinden

Polit. Gem. BL, Bez. Sissach, in einer leichten Mulde des Baselbieter Tafeljuras zwischen Diegter- und Homburgertal gelegenes Bauerndorf. 1359 Kennichingen. 1680 92 Einw.; 1698 107; 1770 142; 1835 164; 1850 190; 1900 199; 1950 211; 2000 484. K. bildete eines der sieben Dörfer der Herrschaft Homburg, die ursprünglich in frohburg. Besitz gewesen und dann an die Neu-Homberger gelangt war. Die genannte Herrschaft fiel bereits 1305 an den Bf. von Basel, der sich die Gerichtsbarkeit vorbehielt, während der Inhaber der Landgrafschaft Zoll und Geleit innehatte. 1400 kaufte die Stadt Basel die gesamte Herrschaft Homburg. Das Gericht befand sich in Buckten. Seit 1814 gehört K. zum Bez. Sissach. Die Gem. K. war immer zu Rümlingen kirchgenössig. Vom 18. Jh. bis in die 1920er Jahre lebte die Bevölkerung von der Landwirtschaft und der hausindustriell betriebenen Seidenbandweberei (1754 20 Bandstühle, 1856 28 und 1908 41). Zu Beginn des 21. Jh. verfügte die Gem. nur noch über wenige Arbeitsplätze. Dank ihrer guten Lage entwickelte sie sich zu einer attraktiven Wohngemeinde mit einem nahezu hundertprozentigen Wegpendleranteil der Erwerbstätigen.


Literatur
– E. Häring, Heimatkunde K., 1991

Autorin/Autor: Dominik Wunderlin