• <b>Hans Reinhart</b><br>Titelseite von Hans Reinharts Nachdichtung der «Histoire du soldat» von Charles Ferdinand Ramuz, mit neun Holzschnitten von Franz Masereel, gedruckt bei Oprecht in Zürich, 1951 (Schweizerische Nationalbibliothek).

No 4

Reinhart, Hans

geboren 18.8.1880 Winterthur, gestorben 5.6.1963 Winterthur, ref., von Winterthur. Sohn des Theodor ( -> 12). Bruder von Georg ( -> 3), Werner ( -> 14) und Oskar ( -> 9). Ledig. Stud. der Philosophie, Psychologie, Germanistik, Kunst-, Theater- und Musikgeschichte in Heidelberg, Berlin, Zürich, Paris, Leipzig und München. R.s Herkunft ermöglichte ihm eine Existenz als Dichter und Dramatiker: Er schrieb Gedichte, übersetzte und bearbeitete Texte von Paul Claudel, René Morax und Denis de Rougemont, die u.a. von Gustave Doret und Arthur Honegger vertont wurden. Die Begegnung mit Rudolf Steiner 1905 führte R. zur Anthroposophie: Seine Dichtungen wurden von Eurythmie-Gruppen aufgeführt und er war am Bau des ersten Goetheanums in Dornach beteiligt. 1917 gründete R. mit Rudolf Hunziker die Literar. Vereinigung Winterthur und gab 1918-23 mit Hunziker deren Jahrbuch sowie 1926-29 mit Willy Storrer die Zeitschrift "Individualität" heraus. Er stand im Briefwechsel mit Hermann Hesse, Honegger, Rainer Maria Rilke, Othmar Schoeck und Albert Steffen. Als Autor weitgehend vergessen, bleibt R. als Übersetzer der "Histoire du soldat" von Charles Ferdinand Ramuz sowie als Stifter des Hans-Reinhart-Rings, den die Schweiz. Gesellschaft für Theaterkultur seit 1957 jährlich an Theaterleute vergibt, in Erinnerung.

<b>Hans Reinhart</b><br>Titelseite von Hans Reinharts Nachdichtung der «Histoire du soldat» von Charles Ferdinand Ramuz, mit neun Holzschnitten von Franz Masereel, gedruckt bei Oprecht in Zürich, 1951 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/>
Titelseite von Hans Reinharts Nachdichtung der «Histoire du soldat» von Charles Ferdinand Ramuz, mit neun Holzschnitten von Franz Masereel, gedruckt bei Oprecht in Zürich, 1951 (Schweizerische Nationalbibliothek).
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Werke
Ausgewählte Werke, 3 Bde., 1930-31
Das dramat. Werk, 1953
Archive
– Nachlässe in: Schweiz. Theaterslg. Bern, StadtB Winterthur, ZBZ
Quellen
Briefe an Hans R., hg. von M. Joelson-Strohbach, 1985, (mit Bibl.)
– R.M. Rilke, Briefwechsel mit den Brüdern R., 1919-26, hg. von R. Luck, 1988, (mit Bibl.)
Literatur
– P. Loeffler, "Die Gesch. vom Soldaten", 1994
TLS, 1476

Autorin/Autor: Rätus Luck