• <b>Meret Oppenheim</b><br>Plakat für die Ausstellung der Künstlerin 1991 im Centre culturel suisse in Paris, gestaltet von  Heinz Günter Mebusch (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste). Der Fotograf verwendete Meret Oppenheims "Portrait mit Tätowierung" von 1980, bei dem die Künstlerin verschiedene Techniken (Schablone, Spray und Fotografie) eingesetzt hatte.

No 2

Oppenheim, Meret

geboren 6.10.1913 Berlin, gestorben 15.11.1985 Basel, von Basel. Tochter des Erich Alphons, Arztes, und der Eva geb. Wenger. ∞ 1949 Wolfgang La Roche. Kindheit in Delsberg bei ihrer Grossmutter Lisa Wenger, Steinen (Baden, D) und Basel. 1932-37 als Malerin, Zeichnerin, Grafikerin und Objektkünstlerin in Paris im Kreis um André Breton, Freundschaft u.a. mit Max Ernst, Alberto Giacometti. 1936 fertigte O. die mit Pelz überzogene Tasse "Déjeuner en fourrure", die vom Museum of Modern Art in New York gekauft wurde und sie als Vertreterin des internat. Surrealismus schlagartig bekannt machte. Ab 1933 entstanden Aktfotografien von Man Ray. 1937 kehrte sie nach Basel zurück, besuchte die Gewerbeschule, schloss Freundschaft mit Walter Kurt Wiemken und wurde Mitglied der Gruppe 33. 1948 zog O. nach Bern, arbeitete aber oft in ihrem Ferienhaus in Carona, das sie später künstlerisch ausgestaltete. Ab 1972 arbeitete O. auch im eigenen Atelier in Paris. 1959 inszenierte sie in Bern und in der Galerie Cordier in Paris das "Frühlingsfest" mit auf dem nackten Körper einer Frau servierten Speisen. 1967 begann ihre internat. Ausstellungstätigkeit mit der Retrospektive im Moderna Museet Stockholm, 1974-75 stellte sie in Solothurn, Winterthur und Duisburg aus sowie 1982 an der Documenta 7 in Kassel. 1983 folgten heftige öffentl. Diskussionen über den von ihr gestalteten Brunnen in Bern. Ab 1928 war O. auch als Dichterin tätig; publiziert wurden Gedichte im Zusammenhang mit graf. Folgen, u.a. "Steine" (1978), "Sansibar" (1981) oder "Caroline" (1985). 1974 Kunstpreis der Stadt Basel, 1982 Grosser Preis der Stadt Berlin.

<b>Meret Oppenheim</b><br>Plakat für die Ausstellung der Künstlerin 1991 im Centre culturel suisse in Paris, gestaltet von  Heinz Günter Mebusch (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Der Fotograf verwendete Meret Oppenheims "Portrait mit Tätowierung" von 1980, bei dem die Künstlerin verschiedene Techniken (Schablone, Spray und Fotografie) eingesetzt hatte.<BR/>
Plakat für die Ausstellung der Künstlerin 1991 im Centre culturel suisse in Paris, gestaltet von Heinz Günter Mebusch (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).
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Werke
Aufzeichnungen 1928-1985, hg. von C. Meyer-Thoss, 1986 (21991)
Archive
– Teilnachlässe in: SLA, Kunstmuseum Bern
Literatur
– B. Curiger, Meret O., 1982, (mit Werkverz.)
– J. Helfenstein, Meret O. und der Surrealismus, 1993
BLSK, 796-798
Meret O., Ausstellungskat. Bern, Oslo, Ravensburg, 2006

Autorin/Autor: Redaktion