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Nizon, Paul

geboren 19.12.1929 Bern, ref., von Bonfol. Sohn des Max, Chemikers aus Riga (Russland, heute Lettland), und der Flora geb. Liechti. ∞ 1) 1953 Brigitte Kaessler, 2) 1973 Marianne Wydler, 3) 1980 Marie-Odile Roquet. Stud. der Kunstgeschichte in Bern und München, 1957 Promotion über Vincent van Gogh. Museumsassistent in Bern. 1959 Debüt als Autor mit "Die gleitenden Plätze". 1961 Leiter der Sparte Kunst in der Redaktion der NZZ. Seit 1962 freier Schriftsteller. 1963 erschien der Roman "Canto", die künstler. Verarbeitung eines Aufenthalts als Stipendiat in Rom, 1970 der Aufsatzband "Diskurs in der Enge". 1975 folgte der Durchbruch mit "Stolz". 1977 liess sich N. in Paris nieder. Dort entstanden u.a. "Das Jahr der Liebe" (1981), "Im Bauch des Wals. Caprichos" (1989). 1984 Poetikvorlesung an der Johann-Wolfgang-Goethe-Univ. in Frankfurt a.M. ("Am Schreiben gehen" 1985). N. erhielt zahlreiche Preise, u.a. 1992 den Grossen Literaturpreis der Stadt Zürich, sowie von der franz. Regierung den Titel eines Chevalier des Arts et des Lettres.


Archive
– SLA
Literatur
– P. Derivière, Paul N. - das Leben am Werk, 2003 (franz. 2000)
– D. Krockauer, Paul N., 2003
Die Republik N., hg. von S. Gmünder, 2005 (franz. 2000)

Autorin/Autor: Elio Pellin