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Meisner, Karl Friedrich August

geboren 6.1.1765 Ilfeld (Thüringen), gestorben 12.2.1825 Bern, prot., aus dem Kurfürstentum Hannover. Sohn des Karl Friedrich, Direktors des königl. Pädagogiums Ilfeld. ∞ 1) 1799 Rosina Elisabetha von Steiger, Tochter des Karl, Kastlans von Zweisimmen, 2) 1805 Margaritha Fueter, Tochter des David, Handelsmanns. 1782-84 Stud. der Naturwissenschaften und Philologie in Göttingen. 1786-92 Haus- und Institutslehrer in Bremen. Rückkehr nach Göttingen. Ab 1796 Hauslehrer, 1799-1824 Leiter von Privatschulen in Bern. (Schul-)reisen mit seinen Zöglingen ("Kleine Reisen in der Schweiz" 1820-25). Ab 1801 Beaufsichtigung der Vogelsammlung von Daniel Sprüngli (systemat. Verzeichnis der schweiz. Vögel, 1804; mit Heinrich Rudolf Schinz "Die Vögel der Schweiz" 1815). Ab 1805 Prof. für Naturgeschichte und Geografie an der Berner Akademie ("Lehrbuch der Naturgeschichte" 1806, "Museum der Naturgeschichte Helvetiens" 1820). 1816 war M. Neugründer der Bern. Naturforschenden Gesellschaft sowie Mitgründer und erster Sekr. der Schweiz. Naturforschenden Gesellschaft, deren "Annalen" er herausgab.


Literatur
BTb 2, 1853, 261 f.; 14, 1865, 95-142
ADB 21, 244 f.
– L. Gebhardt, Die Ornithologen Mitteleuropas, 1964, 236
– Kosch, Deutsches Literatur-Lex. 10, 743 f.

Autorin/Autor: Karin Marti-Weissenbach