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Schönenbuch

Polit. Gem. BL, Bez. Arlesheim. Am Rand des Sundgaus gelegenes Haufendorf, das von drei Seiten von Frankreich umschlossen ist. Seit 1816 ist S. eine eigene polit. Gemeinde. 1315 Schoenenbuoch. 1671 13 Häuser; 1850 218 Einw.; 1900 255; 1950 298; 1980 754; 2000 1'245. Geringe Spuren prähist. Besiedlung (Grab aus der frühen Latènezeit). Das Kloster St. Clara in Basel, das Basler Domstift sowie ab 1482 die Herren von Eptingen waren Grundbesitzer in S. Das Hochgericht lag stets beim Bf. von Basel. 1644 erwarb Solothurn das Hofgut, das zu zwei Dritteln im Allschwiler und zu einem im Hagenthaler Bann lag, daher gehörte S. zum fürstbischöfl. Bezirk Birseck. Der Meier von S. war zugleich Oberzoller der dt. Vogteien des Fürstbistums. S. war nach Allschwil pfarrgenössig und besass eine Kapelle, die 1627 erbaut und 1790 abgebrochen wurde (Nikolauspatrozinium). 1825 erhielt S. eine eigene Kirche (Johannespatrozinium), seit 1862 ist es eine eigene Pfarrei. 1792-93 war S. Teil der Raurach. Republik, 1793-1800 des franz. Departements Mont-Terrible bzw. 1800-14 des Dep. Haut-Rhin. Zum Kt. Basel gelangte es 1814, zwei Jahre später erfolgte die polit. Trennung von Allschwil. Seit 1930 verkehrt ein Bus nach Allschwil. Die Bautätigkeit nahm v.a. ab 1968 zu (1978 Mehrzweckgebäude), nachdem eine Gewerbezone ausgeschieden worden war, in der sich v.a. kleine Betriebe ansiedelten, deren Mitarbeiter mehrheitlich in der Gem. wohnten. Das 1973 gegr. Logistikunternehmen Dima Service AG beschäftigte zu Beginn des 21. Jh. mehr als 100 Personen.


Literatur
– C.A. Müller, Gesch. des Dorfes S., 1980
– H.-P. Farner et al., Heimatkunde von S., 1994

Autorin/Autor: Brigitta Strub