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Ringgenberg, Johannes von

geboren um 1270, gestorben nach dem 15.10.1350 Ringgenberg. Sohn des Philipp und der Agnes von Stretelingen (?). Freiherr. ∞ eine Tochter des Arnold von Wädenswil. Als kleiner Territorialherr im Berner Oberland wehrte sich R. letztlich erfolglos gegen die habsburg. und die aufkommende bern. Hegemonie. 1308 schloss er einen Burgrechtsvertrag mit Bern gegen die Habsburger ab. Im Morgarten- und Laupenkrieg blieb er neutral. Als Bern nach 1315 im Oberland die Vorherrschaft übernahm, trat er in den Dienst des von Bern nicht anerkannten Ks. Ludwig des Bayern. R. ist ferner der Verfasser von 17 Spruchstrophen in der "Maness. Handschrift", die auch ein Autorenbild mit Wappen enthält. Seinem Mäzen R. widmete Ulrich Boner die Fabelsammlung "Der Edelstein".


Literatur
– R. Durrer, «Die Frh. von R., Vögte von Brienz, und der Ringgenberger Handel», in JSG 21, 1896, 195-392
Die dt. Literatur des MA, hg. von K. Ruh et al., Bd. 4, 21983, 721 f.
Die Schweizer Minnesänger 1, nach der Ausg. von K. Bartsch neu bearb. und hg. von M. Schiendorfer, 1990, 139-147

Autorin/Autor: André Schnyder