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Inglin, Meinrad

geboren 28.7.1893 Schwyz, gestorben 4.12.1971 Schwyz, kath., von Schwyz. Sohn des Meinrad, Uhrmachers, und der Josephine geb. Eberle. ∞ 1939 Mathilde Bettina Zweifel, Geigerin. Früher Tod der Eltern. 1906-09 Kollegium in Schwyz, abgebrochene Uhrmacherlehre, Kellner, 1911-13 Gymnasium in Schwyz (ohne Abschluss). Ab 1913 Stud. der dt., franz. und engl. Literaturgeschichte, der Philosophie, Psychologie und Kunstgeschichte in Neuenburg, Genf und Bern. I. unterbrach das Stud. mehrmals (Militärdienst, Notwendigkeit eines Verdiensts) und gab es 1919 ganz auf. Anschliessend war er als redaktioneller Mitarbeiter bei versch. Zeitungen tätig. Nach Aufenthalten in Berlin und Zürich lebte I. ab Mitte der 1920er Jahre wieder in Schwyz. Ab 1909 publizierte er erste Texte in Lokalzeitungen, 1922 seinen ersten Roman "Die Welt in Ingoldau", der eine freiere, offenere Gesellschaft propagierte und im konservativen Schwyz zu einem Skandal führte. Ab 1923 verfasste I. als freier Schriftsteller zahlreiche Romane und Erzählungen. In seinem Hauptwerk "Der Schweizerspiegel" (1938) arbeitete er die bewegten Jahre der Grenzbesetzung und des Generalstreiks 1914-18 auf. I. gilt als einer der wichtigsten Schweizer Erzähler der Zwischenkriegszeit. 1948 Grosser Schillerpreis der Schweiz. Schillerstiftung. 1948 Dr. h.c. der Univ. Zürich.


Werke
Werkausg., 8 Bde., hg. von B. von Matt, 1981
GW, 10 Bde., hg. von G. Schoeck, 1988-91
Archive
– KBSZ, Nachlass
Literatur
– B. von Matt, Meinrad I., 1976
– E. Schoeck-Grüebler, Meinrad I., 1993

Autorin/Autor: Franziska Meister