• <b>Hans Caspar Hirzel</b><br>Der Zürcher Stadtarzt und Schriftsteller, porträtiert von  Friedrich Oelenhainz.   Öl auf Leinwand, 1790 (Zentralbibliothek Zürich). Das Bildnis entstand im Auftrag der Naturforschenden Gesellschaft nach Hirzels Wahl zum neuen Vorsteher. Vor sich eine Bildnisbüste seines Amtsvorgängers Johannes Gessner, blickt Hirzel selbstbewusst aus dem Bild. Seine Hände ruhen auf einer Ausgabe von Catos Schrift "De agricultura liber" und seinem eigenen, nach Catos Exempel verfassten Manuskript "Die Wirthschaft eines philosophischen Bauers". Ein Porträt des von Hirzel entdeckten, erfindungsreichen Bauern Jakob Gujer, genannt Kleinjogg, hängt über die Tischkante herab.

No 10

Hirzel, Hans Caspar

geboren 21.3.1725 Kappel am Albis, gestorben 18.2.1803 Zürich, ref., von Zürich. Sohn des Hans Caspar, Statthalters, und der Regula geb. H. Bruder des Salomon ( -> 38). ∞ 1) Anna Maria Ziegler, 2) Regula Leu. Medizinstud. in Leiden, 1746 Dr. med. Aufenthalte in Berlin und Potsdam. Ab 1751 zweiter Stadtarzt in Zürich, ab 1761 erster Stadtarzt. Ab 1747 Sekr., 1790 Präs. der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich, 1762 Mitbegründer und erster Vorsteher der Helvet. Gesellschaft. 1778 Mitglied des Kl. Rates, 1785 Hardherr, 1788 Obervogt im Neuamt. Im Buch "Die Wirthschaft eines philosoph. Bauers" (1761) beschrieb H. das landwirtschaftl. Mustergut des Jakob Gujers, genannt Kleinjogg, in Wermatswil. Die franz. Übersetzung "Le Socrate rustique" (1762) war europaweit erfolgreich. Im Aufsatz "Über Vortheil und Schaden der Handelschaft für Feldbau und Sitten des Volkes" beschrieb H. 1788 die Folgen der Frühindustrialisierung. H. pflegte internat. Kontakte, u.a. zum Philosophen Johann Georg Sulzer und zu den Literaten Johann Wilhelm Ludwig Gleim, Karl Wilhelm Ramler, Ewald Christian von Kleist und Friedrich Gottlieb Klopstock.

<b>Hans Caspar Hirzel</b><br>Der Zürcher Stadtarzt und Schriftsteller, porträtiert von  Friedrich Oelenhainz.   Öl auf Leinwand, 1790 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Das Bildnis entstand im Auftrag der Naturforschenden Gesellschaft nach Hirzels Wahl zum neuen Vorsteher. Vor sich eine Bildnisbüste seines Amtsvorgängers Johannes Gessner, blickt Hirzel selbstbewusst aus dem Bild. Seine Hände ruhen auf einer Ausgabe von Catos Schrift "De agricultura liber" und seinem eigenen, nach Catos Exempel verfassten Manuskript "Die Wirthschaft eines philosophischen Bauers". Ein Porträt des von Hirzel entdeckten, erfindungsreichen Bauern Jakob Gujer, genannt Kleinjogg, hängt über die Tischkante herab.<BR/>
Der Zürcher Stadtarzt und Schriftsteller, porträtiert von Friedrich Oelenhainz. Öl auf Leinwand, 1790 (Zentralbibliothek Zürich).
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Archive
– ZBZ, FamA
Literatur
– S. Hirzel, Angedenken meines Bruders, 1804
– B. Hirzel, «Johann Caspar H., der ältere (1725-1803), seine Werdejahre und seine Freundschaft mit Gleim», in Njbl. 1, hg. von der ZBZ, 1916
NDB 9, 244 f.
– O. Sigg et al., Lob der Tüchtigkeit, 1985

Autorin/Autor: Christoph Mörgeli