• <b>David Herrliberger</b><br>Der Sitz Herrlibergers während seiner Amtszeit als Gerichtsherr von Maur. Radierung nach einer Zeichnung von  Hans Conrad Nözli  aus dem Jahr 1750, veröffentlicht 1754 in  David Herrlibergers   "Topographie der Eydgnoßschaft", S. 30 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).

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Herrliberger, David

getauft 31.1.1697 Zürich, gestorben 25.5.1777 Zürich, ref., von Zürich. Sohn des Johannes, Kunstdrechslers, und der Catharina Meyer (ZH, Rosen). ∞ 1) Cleophea Stumpf, Tochter des Hans Bernhard, von Zürich, 2) Dorothea Ulrich, von Zürich. Der von Johann Melchior Füssli in Zürich ausgebildete Kupferstecher verbrachte seine Lehrjahre 1719-24 in Augsburg bei Johann Daniel Herz und 1724-28 in Amsterdam bei Bernard Picart, hielt sich dann in London auf und kehrte 1729 über Paris nach Zürich zurück. 1749-75 war er Eigentümer der Gerichtsherrschaft Maur und wohnte dort in der Burg, die er 1750 um einen Anbau erweiterte. H.s Bedeutung für die Buchgeschichte liegt in der Herausgabe von Druckgrafiken und illustrierten Druckschriften zur Landeskunde: 1740-41 drei Folgen mit 41 Ansichten von Herrschaftszentren des Zürcher Gebiets, 1748-51 Zürcher Ausrufer (156 Figuren), 1749 Basler Ausrufer und Zürcher Kleidertrachten (je 52 Figuren), 1750 Zürcher Kirchenbräuche (15 Abbildungen) und 1754-77 die Topografie der Eidgenossenschaft mit 328 Tafeln (unvollendet). Diese und weitere Publikationen, darunter als umfangreichstes Werk "Heilige Ceremonien" (1738-49) mit 540 Abbildungen nach Picart, bezeugen das unermüdl. Bestreben des Alleinunternehmers, nützl. Kenntnisse in Wort und Bild zu verbreiten.

<b>David Herrliberger</b><br>Der Sitz Herrlibergers während seiner Amtszeit als Gerichtsherr von Maur. Radierung nach einer Zeichnung von  Hans Conrad Nözli  aus dem Jahr 1750, veröffentlicht 1754 in  David Herrlibergers   "Topographie der Eydgnoßschaft", S. 30 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>
Der Sitz Herrlibergers während seiner Amtszeit als Gerichtsherr von Maur. Radierung nach einer Zeichnung von Hans Conrad Nözli aus dem Jahr 1750, veröffentlicht 1754 in David Herrlibergers "Topographie der Eydgnoßschaft", S. 30 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).
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Literatur
– H. Spiess-Schaad, David H., 1983
– B. Weber, David H. und die Gerichtsherrschaft Maur, 1996
BLSK, 479 f.

Autorin/Autor: Bruno Weber