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Heimann, Erwin

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geboren 20.2.1909 Bern, gestorben 21.8.1991 Heiligenschwendi, ref., von Reuti (Gem. Hasliberg). Sohn des Emil, Bahnarbeiters. ∞ 1936 Gertrud Heizmann. Nach einer Lehre als Heizungsmonteur begann H. 1932 in Paris, wo er als Mechaniker arbeitete, für Schweizer Zeitungen zu schreiben. Dort entstand nach einem Zwischenspiel als Heizungsmonteur in Zürich auch sein erstes Buch, der Pariser Liebesroman "Wir Menschen" (1935). Im Roman "Hetze" (1937) zog er aus dem Zürcher Heizungsmonteurstreik von 1932 den Schluss, dass angesichts der Bedrohung durch Hitler nicht Klassenkampf, sondern Aussöhnung nötig sei: Eine Position, die H. beibehielt und die ihn in einem prekären Gleichgewicht zwischen linkem Engagement und bürgerlich-patriot. Staatsbewusstsein verharren liess. Ab 1938 war er Verlagslektor, ab 1963 freier Autor. Er erreichte mit seinen Büchern ("Der letzte Optimist" 1948, "Hast noch der Söhne ja" 1956) und als Radiomitarbeiter (Hörfolge "Sturmzyt" 1964) landesweite Popularität.


Werke
Narren im Netz, 1960
Ein Blick zurück, 1974, (Autobiogr.)
Literatur
– Kosch, Deutsches Literatur-Lex. 7, 676 f.

Autorin/Autor: Charles Linsmayer