29/11/2007 | Rückmeldung | PDF | drucken | 
No 15

Heer, Jakob Christoph

geboren 17.7.1859 Töss (heute Gem. Winterthur),gestorben 20.8.1925 Zürich, ref., von Töss. Sohn des Jakob Christoph und der Elisabeth geb. Leemann. ∞ 1883 Emma Karoline Gossweiler. Seminar Küsnacht (ZH), ab 1882 Lehrer in der Gem. Dürnten. 1892 Feuilletonredaktor der NZZ, Redaktor der "Gartenlaube" in München, ab 1902 freier Schriftsteller. H., der Kindheit und Werdegang in seinen literarisch am besten geglückten Büchern "Joggeli" (1902) und "Tobias Heider" (1922) beschrieb, war neben Ernst Zahn der erfolgreichste Vertreter des Schweizer Heimatromans. In einfacher, aber zu dramat. Emphase neigender Sprache schildert er den Einbruch der modernen Technik ("An heiligen Wassern" 1898, bis 1958 744'000 verkaufte Exemplare; "Felix Notvest" 1908) und des Fremdenverkehrs ("Der König der Bernina" 1900) in die von urtüml. Menschen bewohnte Gebirgslandschaft. Im Buch "Der Wetterwart" (1905) entwirft H. aus der Sicht eines Ballonfahrers ein illusionslos-pessimist. Weltbild.


Werke
Romane und Novellen von Jakob Christoph H., 10 Bde., 1927
Archive
– Dt. Literaturarchiv, in Marbach, Dok.
– StadtB Winterthur, Nachlass
Literatur
– G.H. Heer, Jakob Christoph H., 1927
– M.M. Kulda, Jakob Christoph H., Diss. Wien, 1956

Autorin/Autor: Charles Linsmayer