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Hartmann, Alfred

geboren 1.1.1814 Thunstetten, gestorben 10.12.1897 Solothurn, ref., Burger von Bern und ab 1858 Bürger von Solothurn. Sohn des Sigmund Emanuel ( -> 25) und der Rosina Margaritha geb. Tscharner. ∞ Cleopha Gugger, Tochter des Solothurner Patriziers Franz-Xaver. Gymnasium in Solothurn, Rechtsstud. in München und Heidelberg. Ab 1828 lebte H. in Solothurn, wo er enge Beziehungen zu liberalen Politikern und Gesinnungsfreunden (Franz Krutter, Martin Disteli) unterhielt. 1835 stieg er ins Schriftstellermetier ein. Mitbegründer der Töpfergesellschaft Solothurn (Präs. 1857-89). 1857-58 erster Feuilletonredaktor beim "Bund". Herausgeber versch. Zeitschriften, ab 1845 des "Wochenblatts für Freunde der Literatur" (bis 1847) und des landesweit bekannten "Postheiris" (bis 1875). Seine im Genre der Zeit gehaltenen Erzählungen, dialektal gefärbt und an Jeremias Gotthelf orientiert, sind heute v.a. sozialgeschichtlich interessant ("Leben der Fahrenden", "Freischarenzüge").


Literatur
– W. von Arx, Alfred H., 1902
– K.H. Flatt, «Sigmund Emanuel und Alfred H. von Thunstetten», in Festgabe Hans von Greyerz zum 60. Geburtstag, 1967, 392-397

Autorin/Autor: Hans Erhard Gerber