No 35

Haller, Paul

geboren 13.7.1882 Rein (Gem. Rüfenach), gestorben 10.3.1920 Zürich, ref., von Zofingen. Sohn des Erwin, Pfarrers. Ledig. 1902-06 Theologiestud. in Basel, Marburg, Berlin und in Zürich, wo H. den religiösen Sozialismus von Leonhard Ragaz kennenlernte. 1906-10 Pfarrer in Kirchberg (Gem. Küttigen). Rücktritt wegen Glaubenszweifeln, Stud. der Germanistik, Geschichte und Psychologie in Zürich. 1913 Promotion mit der Dissertation "Pestalozzis Dichtung" (1914). 1913-16 Lehrer in Schiers, 1916-20 am Seminar Wettingen. H. veröffentlichte zwei Werke im Aargauer Dialekt, das sozialkrit. Epos "s'Juramareili" (1912) und das im Arbeitermilieu spielende Drama "Marie und Robert" (1916). Schwer depressiv nahm sich H. 1920 das Leben.


Werke
Gedichte, hg. von E. Haller, 1922
GW, hg. von E. Haller, 1956 (31980)
Literatur
– W. Günther, Dichter der neueren Schweiz 2, 1968, 521-541
– Killy, Literaturlex. 4, 485

Autorin/Autor: Karin Marti-Weissenbach