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Halder, Arnold

geboren 30.11.1812 St. Gallen, gestorben 23.4.1888 St. Gallen, ref., von St. Gallen. Sohn des Daniel, Kaufmanns. ∞ 1837 Maria Susanna Schwander, Tochter des Johann Jakob. 1832-33 kaufmänn. Tätigkeit in New York, danach in St. Gallen, wo er versch. Ämter bekleidete. Nach dem Ruin seiner Unternehmen 1858-78 Buchhalter in Unterseen. 1884 Rückkehr nach St. Gallen. Dort wie auch im Berner Oberland war H. als Mittelpunkt geselliger musikal. und literar. Bestrebungen geschätzt. Er verfasste Gedichte in Mundart und Schriftsprache (u.a. "Kleine poet. Versuche" 1836, in Appenzeller und St. Galler Mundart, weitere Auflagen 1854 und 1884; "Vergissmeinnicht" 1838), ungedruckte Dialektlustspiele, Wanderbeschreibungen ("Bergluft" 1869) und die Erzählung "Die Stiefelchen, oder Was sich in Interlaken Alles treffen kann" (1884). Mit seinem Werk trug er zur Bekanntheit des Berner Oberlands als Touristenregion bei.


Literatur
– G. Jenny, Arnold H. (1812-1888), 1912
– Kosch, Deutsches Literatur-Lex. 7, 175

Autorin/Autor: Karin Marti-Weissenbach