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Glutz, Alois Franz Peter (von Blotzheim)

geboren 2.4.1789 Olten, gestorben 6.9.1827 Schwyz, kath., von Solothurn. Sohn des Bernhard Josef Malachias Franz, Grossrats, Stadt- und Seckelschreibers. Ledig. Erblindung in frühester Kindheit, mangelhafte Ausbildung. 1792 Umzug mit der Fam. nach Solothurn. Nach dem Tod seines Vaters 1811 zog der Autodidakt G. als blinder Wandersänger mit Gitarre und Flageolett durch die Lande, ab 1824 lebte er in Aarau. Im Solothurner Dialekt trug er von ihm verfasste und vertonte Lieder vor, die in der Nachfolge von Mundartdichtern wie Gottlieb Jakob Kuhn, Johann Rudolf Wyss oder Johann Peter Hebel stehen. Sein langjähriger Begleiter Ludwig Rotschi zeichnete zahlreiche dieser Kompositionen auf und wurde zu seinem wichtigsten Nachlassverwalter. Als rhapsod. Naturpoet entspricht G. jenem Bild, das im Zentrum des ästhet. Programms der Romantik stand.


Archive
– StASO
– ZBSO
Literatur
– H. Ryser, «Alois G., ein vergessener Volksliedersänger», in Die neue Schulpraxis 29, 1959, 42-47
SML, 143 f.
– P. Grandy, «Der blinde Sänger Aloys G.», in Jurabl. 41, 1979, 105-116
RISM CH

Autorin/Autor: Hans-Georg von Arburg