Fehren

Polit. Gem. SO, Bez. Thierstein. Dorf am Osthang über Breitenbach. 1371 der Hofe in Ferren. 1739 59 Einw.; 1789 90; 1850 123, 1900 122; 1950 330; 1990 457; 2000 509. F. war Teil der Herrschaft Gilgenberg, die den Edelfreien von Ramstein gehörte und 1527 an Solothurn kam. 1571 ist nur ein einziger Hof erwähnt, der nach Gilgenberg zinspflichtig war. F. wurde erst 1789 als selbstständige Gem. von Breitenbach abgetrennt, blieb aber dort pfarrgenössig. Seit 1897 besitzt das Dorf eine eigene Kapelle, 1967 wurde die St. Ottilienkirche erbaut. Dominierend war die Viehzucht; die Gem. wies wenig Gewerbe auf, im 19. Jh. jedoch Seidenspinnerei. 1852 wurde F. durch die Postautolinie Liestal-Laufen verkehrsmässig erschlossen. Erst im 20. Jh. setzte durch Zuzüger eine rege Bautätigkeit ein. F. steht unter dem Einfluss Breitenbachs und Dornachs, wo über die Hälfte seiner Bewohner arbeitet.


Literatur
– L. Rumpel, «F.», in Dr Schwarzbueb, 1937, 68-71
– E. Baumann, Breitenbach, 1950, 135-138
– R.M. Kully, Solothurn. Ortsnamen, 2003, 281-284

Autorin/Autor: Lukas Schenker