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Ernst, Fritz

geboren 14.6.1889 Winterthur, gestorben 26.3.1958 Zürich, ref., von Winterthur. Sohn des Ulrich. ∞ 1918 Anna Maria Jelmoli. 1908 Stud. der Rechtswissenschaft, 1909-12 der Germanistik bei Adolf Frey (beides in Zürich), 1912-14 in Berlin, 1915 Dissertation über die romant. Ironie. 1917-47 Gymnasiallehrer an der Töchterschule Zürich, ab 1943 Prof. für dt. Literaturgeschichte an der ETH Zürich, ab 1948 Prof. für Komparatistik an der Univ. Zürich. E. machte sich als Essayist über die verschiedensten Themen der europ. Literatur und insbesondere der schweiz. Geistes- und Kulturgeschichte einen Namen ("Die Schweiz als geistige Mittlerin von Muralt bis Jacob Burckhardt" 1931). Seine Essay-Bände, z.B. die dreibändigen Studien zur dt., schweiz. und allg. Geistesgeschichte (1946), wurden auch im Ausland rezipiert. E. edierte Werke von Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Ranke und Johann Heinrich Pestalozzi. Ferner engagierte er sich für die Geistige Landesverteidigung. 1951 erhielt er den Literaturpreis der Stadt Zürich.


Werke
Studien zur europ. Literatur, 1930
Der Helvetismus, 1954
Aus Goethes Freundeskreis und andere Essays, 1955
Späte Essays, 1963, (mit Bibl.)
Archive
– ZBZ, Nachlass
Literatur
– D. Bodmer, Der Essayist Fritz E. (1889-1958), 1978, (mit Werkverz.)
– J. Schütt, Germanistik und Politik, 1996
Internat. Germanistenlex., hg. von C. König, 2003

Autorin/Autor: Rosmarie Zeller