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Bänninger, Konrad

geboren 15.9.1890 Enge (heute Zürich),gestorben 25.8.1981 Bülach, ref., von Zürich. Sohn des Konrad, Sekundarlehrers, und der Louise geb. Ott. ∞ Helma an Haack, dt. Staatsangehörige. Lehrerseminar Küsnacht (ZH), Ausbildung zum Sekundarlehrer phil.-hist. Richtung an der Univ. Zürich. Lehrer in Uster, dann freier Schriftsteller in Wien, Schottland und Zürich, 1933-59 wieder im Schuldienst. B. debütierte 1917 mit den damals vielbeachteten, das Grenzwachterlebnis des 1. Weltkriegs thematisierenden Gedichten "Stille Soldaten". B. gehört mit Karl Stamm, Max Pulver, Albert Steffen und dem frühen Robert Faesi zur kleinen Gruppe der expressionist. beeinflussten Schweizer Lyrik. Kennzeichen seines Stils sind ein intensives, philosoph. orientiertes Sprachbewusstsein und eine eigenwillige, oftmals bis ins Barocke gehende Formensprache. In "Kleine Philosophie des Schrifttums" äusserte er sich 1940 auch theoret. zur Literatur.


Werke
Weltgarten, 1918
Nimmer vergehet der Mensch, 1938

Autorin/Autor: Charles Linsmayer