28/05/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Niederwil (SO)

Polit. Gem. SO, Bez. Lebern. In einer Mulde an der tief eingeschnittenen Siggern gelegenes Dorf. 1306 Niderwile. 1798 186 Einw.; 1850 213; 1900 232; 1950 257; 2000 354. N. gehörte ab ca. 1050 zur Herrschaft Balm, ab 1411 zu Solothurn. 1487-1798 bildete die Gem. einen Teil von Vogtei und Gericht Flumenthal. Bis 1695 war N. nach Flumenthal pfarrgenössig, seither nach Günsberg. 1877 wurde im Ort die Bezirksschule des Kreises Unterleberberg eröffnet. Erste Gewerbebetriebe, u.a. eine Öle, entstanden an der Siggern. In den 1880er Jahren wurde im Zusammenhang mit dem Gipsabbau in den Gruben von Günsberg in N. eine Zement- und Gipsfabrik gebaut (später Gips-Union), die wegen ihrer ungünstigen Verkehrslage den Betrieb einstellen musste. Im 20. Jh. entstanden am Hang Richtung Günsberg neue Wohnquartiere. Fast die Hälfte der Arbeitsplätze in der Gem. wurden 2005 vom Dienstleistungssektor gestellt, mehr als ein Drittel von der Landwirtschaft.


Literatur
SolGesch 1

Autorin/Autor: Urs Zurschmiede