Lommiswil

Polit. Gem. SO, Bez. Lebern. Auf einer plateauähnl. Fläche am Jurasüdfuss gelegene Siedlung mit der Aussensiedlung Im Holz. 1292 Lomolzwile. 1778 206 Einw.; 1798 258; 1850 417; 1900 656; 1950 812; 2000 1'399. Mehrere frühma. Gräberfelder im Lauf des 20. Jh. entdeckt. 1375 zerstörten die Gugler im Gebiet der heutigen Gem. L. die auf der ersten Jurakette gelegene Schauenburg und die Pfarrkirche St. German. Obwohl 1483 eine Kapelle gebaut wurde, war L. nach Selzach und nach der Reformation nach Oberdorf (SO) kirchgenössig. Die Kollatur lag beim St. Ursenstift in Solothurn. 1951 wurde L. selbstständige Pfarrei. 1389 kam L. mit der Herrschaft Altreu zur Stadt Solothurn (Vogtei Lebern, Gericht Selzach bis 1798). 1746 wurde eine Schule aus Mitteln des St. Ursenstifts errichtet. Trotz des Anschlusses an die Solothurn-Moutier-Bahn 1908 hat sich wenig Industrie angesiedelt. Ab den 1960er Jahren entwickelte sich L. durch rege Bautätigkeit zu einer beliebten Wohngemeinde mit vielen Wegpendlern in den Industriegürtel um Solothurn und in den Dienstleistungssektor der Stadt.


Literatur
– S. Iseli, L., 1989

Autorin/Autor: Urs Zurschmiede