Kropfenstein

Grottenburg in der Gem. Waltensburg/Vuorz GR. Dendrochronolog. Untersuchungen zufolge wurde die Anlage nach 1300 errichtet. Der unregelmässige, lange Bau befindet sich in einer steilen Felswand, die den Zugang lediglich von Osten her über einen schmalen Felspfad erlaubt. Vom Tor aus erreicht man einen dreigeschossigen, engen Trakt. Im hinteren, breiteren Teil der Anlage belegen ein Aborterker, ein zur Küche gehörender Schüttstein sowie mehrere Fenster mit Sitznischen die einstige Wohnlichkeit der unwirtlich gelegenen Behausung. Schriftl. Nachrichten über die Burg fehlen. Die urkundlich erw. Herren von K. gehörten zum Gefolge der Frh. von Rhäzüns und dürften selbst auf K. gewohnt haben. Die Burg wurde wohl nach 1450 aufgelassen.


Literatur
– O.P. Clavadetscher, W. Meyer, Das Burgenbuch von Graubünden, 1984, 111-113
– L. Högl, «Burgen im Fels. Eine Unters. der ma. Höhlen-, Grotten- und Balmburgen der Schweiz», in Schweizer Beitr. zur Kulturgesch. und Archäologie des MA 12, 1986, 65-67

Autorin/Autor: Maria-Letizia Boscardin