Flumenthal (Gemeinde)

Polit. Gem. SO, Bez. Lebern. Der nördl. Teil von F. liegt auf einer von der Aare gebildeten Schotterterrasse, der südl. Teil zieht sich bis zur Aare hinunter. 1850 346 Einw., 1900 483; 1950 802; 2000 1'006. Röm. Funde (Villen) im Attisholzwald und in der Scharlenmatte. Im FrühMA lag F. am Bach Siggern, der die Grenze zwischen den Herzogtümern Alemannien und Burgund und den Bistümern Basel und Lausanne bildete. Ab ca. 1050 gehörte F. zur Herrschaft Balm, die 1411 von der Stadt Solothurn erworben wurde. 1487-1798 war es Teil der gleichnamigen Vogtei, ab 1803 des Bez. Lebern. Gründer der Pfarrei F. waren die Frh. von Balm, die auch den Kirchensatz innehatten. Kirche und Kirchensatz kamen 1411 an die Stadt Solothurn. Die Errichtung der heutigen Kirche fällt in das Jahr 1513. Die im 19. Jh. modernisierte Landwirtschaft erlebte mit der Gründung der Käsereigenossenschaft F.-Hubersdorf 1879 ihren Höhepunkt. Im 20. Jh. entwickelte sich F. zur Wohngemeinde mit vielen Wegpendlern in die Agglomeration Solothurn. Die 1881 im nahen Attisholz angesiedelte Celluloseindustrie wurde im 20. Jh. zu einer wichtigen Arbeitgeberin. Im Rahmen der 2. Juragewässerkorrektion nahm das Kraftwerk F. 1970 seinen Betrieb auf.


Literatur
SolGesch.

Autorin/Autor: Urs Zurschmiede