Forstegg

Grosse ma. Wehranlage in der polit. Gem. Sennwald SG, auf dem Schuttkegel eines nacheiszeitl. Bergsturzes. Vermutlich Heinrich von Sax erbaute um 1200 F. als sechseckigen Bergfried mit mindestens vier Geschossen und Hocheingang auf einem Sturzblock. 1396 wurde die Herrschaft F. durch den Kauf von Dorf und Gericht Sennwald vergrössert. Dank der klugen Bündnispolitik Ulrich IV. Stephan blieb F. in den Appenzeller Kriegen unangetastet. Ulrich von Sax gelang infolge des Schwabenkrieges eine Erweiterung der Herrschaft. 1615 wurde F. wegen Geldmangels an Zürich verkauft; 1622-27 verstärkte und vergrösserte man die Wehranlagen. 1625 wurde ein Landvogteisitz mit Zeughaus errichtet. 1803-04 kam F. an den Kt. St. Gallen. 1870 wurden die Wälle und Gräben eingeebnet, 1894 brannte der Palas ab. 1941 erfolgte die Renovation von Burg und Zeughaus.


Literatur
– H. Schneider, W. Meyer, Burgen der Schweiz 6, 1983, 25 f.

Autorin/Autor: Regula Anna Steinhauser-Zimmermann