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Tronchin, Louis

geboren 4.12.1629 Genf, gestorben 8.9.1705 Genf, ref., von Genf. Sohn des Théodore ( -> 10). ∞ 1) 1663 Andrienne Le Fort, Tochter des Jacques, Spezereihändlers, 2) 1686 Susanne de la Rue, Tochter des Gédéon, Witwe von Gédéon Girard des Bergeries. Schwager von Ami Le Fort und François Le Fort. 1651 Stud. der Theologie an der Akad. Genf, 1652 in London und Leiden und 1653-54 in Saumur, 1651 Ordination. 1654-61 Pfarrer in Lyon, 1662-1705 in Genf. 1698-1705 Dekan der Compagnie des pasteurs. 1661-1705 Theologieprof. an der Akad. Genf (1663-68 Rektor). T. geriet in Konflikt mit François Turrettini und widersetzte sich dem Consensus helveticus, den die Genfer Kirche zu unterzeichnen bereit war. Er stand unter dem Einfluss von René Descartes und wich von der calvinist. Scholastik ab. Obwohl T. aus Furcht vor einer Verurteilung zeitlebens nichts veröffentlichte, übte er auf seine Schüler, u.a. Pierre Bayle und Jean-Alphonse Turrettini, grossen Einfluss aus. Korrespondierendes Mitglied der engl. Gesellschaft für die Verbreitung des Glaubens (1702).


Archive
– BGE, Nachlass T.
Literatur
Livre du Recteur 6, 74
Encyclopédie du protestantisme, hg. von P. Gisel, 22006, 1449 f.
– O. Fatio, Louis T. (in Vorb.)

Autorin/Autor: Toni Cetta / PTO