Ehem. polit. Gem SO, Bez. Wasseramt, seit 1993 Teil der polit. Gem. H.-Winistorf, zusammen mit Winistorf. H. liegt auf einer schwach ausgebildeten Anhöhe der Grundmoräne an der Strasse Halten-Seeberg. Bis 1798 bildete H. mit Hersiwil eine Doppelgem. und war bis 1854 Teil der sog. Dreihofgem. H.-Hersiwil-Winistorf. 1317 Cristan von Heinrichswile. 1798 117 Einw.; 1800 89; 1850 114; 1900 71; 1950 105; 1990 190. Röm. Funde in der sog. Aegerten. Twing und Bann gehörten im MA Bern und gelangten 1438 tauschweise an die Herren von Spiegelberg. Als Teil der Herrschaft Halten kamen H. und Winistorf 1466 an die Stadt Solothurn (bis 1665 nur Niedergericht) und gehörten unter deren Herrschaft bis 1798 zur Vogtei Kriegstetten. Zehntherr war in H. und Winistorf v.a. der Stand Bern. Kirchlich gehörte H. zunächst zu Seeberg. Nach der Reformation wurde es von Hüniken aus pastoriert, seit 1577 ist es Teil der Pfarrei Kriegstetten. Die Reformierten gehören zur Kirchgem. Derendingen. Seit 1810 verfügt H. über eine eigene Schule. 1931 war H. Gründergem. der Hochdruckwasserversorgung äusseres Wasseramt. Ende des 20. Jh. entwickelte sich H. zur Wohnsiedlung mit Wegpendlern in die Regionen Solothurn und Oberaargau.
Literatur
– SolGesch., 1-3
– L. Jäggi, A. Ingold, Solothurn. Wasseramt, 1966
Autorin/Autor: Othmar Noser